(D) NOTRUF AUS DEN HÜGELN VON ALTEA: 1. Folge

Eine Liste der behandelten Themen finden Sie auf der INDEXSEITE

FOLGE -1 : DIE SACKGASSE VON CORTES

Straßentransfer
In den letzten Jahren des letzten Jahrhunderts (1990 – 1999) beschloss Cortes, die Straßen an die Gemeinde Altea zu übertragen. Und „What you see is what you get“: keine Pflasterung und keine Kanalisation!
Die Gemeinde erhielt das Land für diese Straßen KOSTENLOS.

Chance durch privates Management verloren
Hätte Cortes die Straßen einer Eigentümergemeinschaft übertragen, hätte diese Vereinigung die Teilnahme aller Eigentümer verlangt.
Denn ohne Mitgliedschaft haben Sie keinen Zugang zu Ihrem Zuhause.

Barriere
Der Verein hätte auch eine Barriere am Eingang zur Galera de Las Palmeras errichten können.

Zu schwere LKWs und Unbefugte können dann nicht unbemerkt auf die Galera fahren.
Asphaltieren
Die von Cortes übertragenen Straßen und Wege waren nicht asphaltiert. Es handelte sich um Wege und Straßen auf Schotterbasis.
Die Gemeinde wünschte, dass die Straßen, da es sich nun um öffentliche Straßen handelte, asphaltiert würden. Gesagt, getan.

Die Gewährleistungsfrist für eine Asphaltstraße beträgt 20 Jahre
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Asphaltstraße beträgt 15 Jahre.
Wenn in jede Richtung zwei Fahrspuren vorhanden sind, hält die linke Fahrspur 5 bis 7 Jahre länger.
Wenn es also eine Straße gibt, die durch einen Weiler führt, kann man davon ausgehen, dass diese Straße 20 Jahre halten kann.
Über Google eingeholte Informationen
Wenn hier und da Risse auftreten, muss eine Straße ersetzt werden.
Diese Risse führen letztlich zur Freisetzung von Steinen, auch Ausfransen genannt.
Die Asphaltstraße der Galera wurde daher bereits vor 5 Jahren „abgeschrieben“.

Konto bei den Eigentümern
Dass dies nicht der Fall war, wurde vom Projektentwickler Cortes als „überfällige Wartung“ gewertet und so wurden die Eigentümer mit einer Rechnung für jeden Meter Asphalt konfrontiert, der entlang ihres Geländes verlegt wurde.

Schlechtes Schuldnermanagement seitens der Gemeinde
Viele Eigentümer haben diese Rechnung nie bezahlt. Unser Briefschreiber erhielt 2004 eine Mahnung der Gemeinde Altea im Namen des ersten Eigentümers.
Er hatte sein Haus 1998 an einen Projektentwickler verkauft.
Und er verkaufte das Haus wieder an unseren Briefschreiber.
Er musste Tausende Euro an die Gemeinde zahlen, weil die Vorbesitzer ihre Rechnungen nie bezahlt hatten.

Lahmheit!
Schrijver suchte nach Adressen von Personen, die noch nicht Mitglied des Vereins waren, und stieß im Internet auf eine Liste mit Namen und Adressen von Personen, die ihre Asphaltrechnung noch nicht bezahlt hatten.
Diese Liste befand sich auf einer unsicheren Website der Gemeinde Altea und sah pro Haus wie folgt aus:

X2568865H               JONES BEDSTER CAROLINE ANN 2005/99 CUOTAS URB. GALERA PALM           PUPUT-GALERA PALM 88 BUZ 11 03590 ALTEA 1126,39 €

X5231593J                THORNTON JONATHAN JAMES 2005/182 CUOTAS URB. GALERA PALM            CAPSOT-GALERA PALM 30 BUZ 39 03590 ALTEA 2405,82 €

Auf dieser Liste standen Dutzende Behauptungen, z.B. der Asphalt.
Schrijver hat viele Eigentümer gewarnt, dass die Gemeinde an anderer Stelle bei der Provinzverwaltung eine verzinsliche Schuld angemeldet habe. Die meisten Konten lauteten auf den Namen des Vorbesitzers. Und so hat der Briefschreiber mindestens 45.000 Euro an überfälligen Rechnungen an die Gemeinde Altea bezahlt bekommen.
Der Gemeinde ist es jedoch egal, auf wen die Schuld lautet. Der Restbetrag ist verzinst und somit eine wunderbare Geldanlage.

Was im Fass ist, wird nicht sauer
Der Asphalt wurde verlegt und eines Tages wird ein zukünftiger Eigentümer die Rechnung bezahlen müssen.
Die Schulden werden voraussichtlich zur Deckung von Krediten bei Dritten deponiert und die Gemeinde sieht ihre Aufgabe als erledigt an. Und… welcher Beamte möchte Rechnungen von Leuten eintreiben, die nicht einmal wissen, dass ein Konto eröffnet ist!
Dann trifft man schließlich nur auf wütende Bewohner!

Fortsetzung folgt in: EPISODE ZWEI

 

 

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